HERBSTWIND 2018 … wir sind dabei

Bis zu 300 Einsatzkräfte, 30 Stunden, 9 Einsatzszenarien – viel vorgenommen haben sich die Rotkreuzler des Kreisverbandes Rosenheim für das Wochenende vom 27. und 28. Oktober. Bei einer Großübung im Inntal wollen sie die fachdienstübergreifende Zusammenarbeit der vorwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus den BRK-internen Gemeinschaften üben. Der Schwerpunkt der Übung wird auf mehreren Unwetter- und Überschwemmungsszenarien liegen. Alle Szenarien beruhen auf realen Einsätzen wie sie z.T. 2013 in Stadt und Landkreis Rosenheim bzw. Deggendorf auftraten.

Die Übung beginnt am Samstagmorgen mit einer kurzen Unterweisung der Einsatzkräfte in der Unterkunft in Neubeuern. Danach werden die Einheiten nacheinander zu den Einsätzen alarmiert. Erst dann erfahren sie, welches Szenario sie erwartet. Man darf also gespannt sein, was bis zum Sonntagnachmittag so alles passiert. Die Übungsleitung erwartet ein lehr- und aufschlussreiches Wochenende, bei dem aber vor allem auch das Gemeinschaftsgefühl und die Zusammengehörigkeit von Bergwacht, Bereitschaft und Wasserwacht noch gestärkt werden wird. Wir wünschen Euch gute Gelingen!

Drei Großeinsätze an einem Tag

Ein gekentertes Schlauchboot auf dem Inn, ein brennendes Segelboot im Höglinger Weiher, ein Tauchunfall, ebenfalls am Höglinger Weiher und dabei jede Menge verletzter Personen – die verschiedenen Ortsgruppen der Kreiswasserwacht Rosenheim hatten am Samstag einiges zu tun und waren im Dauereinsatz.
Gott sei Dank handelte es sich jedoch nur um Szenarien einer Großübung. Einmal im Jahr organisiert der MKT eine solche Übung, bei welcher nicht nur die Kreiswasserwacht Rosenheim involviert ist. Auch DLRG, Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und ADAC engagierten sich und trainierten zusammen absolut realitätsnah, verschiedene, weit im Voraus geplante Katastrophenszenarien.
Für die Wasserwachtler gab es am Samstag die drei oben genannten Fallbeispiele. Mit dabei waren die Schnell-Einsatzgruppen samt Tauchtrupp der Ortsgruppen Flintsbach, Prien und Bad Aibling. Die „Einsätze“ fanden, zeitlich gesehen, hintereinander statt, jedoch blieb den Schnell-Einsatzgruppen kaum eine Verschnaufpause, da sofort wieder alarmiert wurde. Die Anfahrten waren, wie in der Realität mit Sondersignal, um dann in Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen, wie Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst, Leben zu retten.
Für die Teilnehmer war es ein ereignis- und lehrreicher Übungstag. Vielen Dank an das MKT für solch eine tolle Übungsmöglichkeit.

 

Vivien Mack

Schlauchbootunfall an Förchenbach-Stauweiher

Am Abend des 18.06.2018 wurden drei Schnell-Einsatzgruppen der Wasserwacht an den Förchenbach-Stauweiher an der Tatzlwurmstraße alarmiert. Dort fand eine Großübung der Wasserwacht mit einem simulierten Schlauchbootunfall statt.

Gegen 19.30 Uhr fanden sich die Schnell-Einsatzgruppen der Wasserwachten aus Flintsbach, Rosenheim und Bad Aibling zu einer ersten Lagebesprechung an der Wasserwacht-Garage in Brannenburg ein. Dort erhielten die Einheitsführer alle notwendigen Instruktionen für die anstehende Großübung.
Umgehend nach diesem Briefing fuhren die drei Schnell-Einsatzgruppen die Unfallstelle an der Tatzlwurmstraße an. Vor Ort übernahm der erste SEG-Führer die Einsatzleitung und koordinierte den weiteren Einsatz.
Zwei Personen konnten durch die Retter unmittelbar ausgemacht werden. Eine der beiden hatte sich an einem Baumstamm verfangen und musste durch Wasserretter aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Unterkühlt und traumatisiert von dem vorausgegangenen Unfall konnte sie jedoch keine verlässlichen Informationen über weitere Personen geben.
Erst die zweite Person war in der Lage sichere Hinweise über die ursprüngliche Anzahl der Personen auf dem Schlauchboot zu geben. Sie trieb allerdings unterhalb eines kleinen Wasserfalls in der Seemitte auf dem Schlauchboot, wodurch die Kommunikation mit den Helfern deutlich erschwert wurde. Während die Einsatzkräfte sie kurz darauf aus dieser Situation befreiten, begann bereits die Suche nach den drei weiteren vermissten Personen.
Zur Suche standen insgesamt drei Sit-on-Tops (Sitzkajaks) zur Verfügung. Diese paddelten die gesamte Seefläche ab und hielten Ausschau nach den vermissten Personen. Unterstützt wurden Sie dabei durch Wasserretter, welche den Uferbereich zu Fuß absuchten. Dabei fanden sie den geschockten Guide der Gruppe. Er hatte den Untergang der beiden noch verbliebenen Personen auf der anderen Uferseite beobachtet und konnte die Bereiche grob beschreiben.
Unverzüglich begannen zwei Tauchtrupps an den scheinbaren Untergangsstellen mit der Unterwassersuche. Die Wasserretter führten zudem eine Suchkette im Wasser durch und unterstützten die Wassersuche im Flachwasserbereich. Nach einiger Zeit wurden die beiden versunkenen Personen durch die Taucher aus dem Wasser gerettet.
In der Nachbesprechung lobte die Übungsleitung die gute Zusammenarbeit der Einheiten und die gute Koordination der Einsatzleitung. Die verunfallten Personen wurden rasch gefunden und gerettet. Aufgrund der schwer zugänglichen Örtlichkeit notwendige, einsatztaktische Entscheidungen wurden zügig gefällt und durchgeführt.
Leider zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit, dass scheinbar unwirkliche Einsätze häufig doch zur Realität werden und die Einsatzkräfte stark fordern. Deshalb wurde bewusst ein schwer zugängliches Gewässer unterhalb des Tatzlwurms für die Übung ausgewählt.
Die Übungsleitung bedankt sich daher bei der Wendelsteinbahn für die Unterstützung bei der Übungsvorbereitung und der Genehmigung einer Übung unter Realbedingungen.
Insgesamt nahmen an der Übung 25 Einsatzkräfte aus den Wasserwachten Flintsbach, Rosenheim und Bad Aibling teil.

Interessierte Personen können sich unter www.wasserwacht-flintsbach.de gerne über Angebote und Einsatzmöglichkeiten informieren.

Praxisanleiterin Bootsdienst

Auch wir freuen uns eine der ersten Praxisanleiterinnen Bootsdienst in Oberbayern in unseren Reihen zu haben!!!

Bei bis zu 1m hohem Wellengang absolvierten 13 aktive Bootsführer erfolgreich den Pilot-Lehrgang der Wasserwacht Oberbayern zum Praxisanleiter Bootsdienst auf dem Chiemsee.

Mit dieser Lehrberechtigung dürfen die Kollegen aus den Wasserwacht Ortsgruppen Wasserwacht Bernau Am Chiemsee, Wasserwacht OG Breitbrunn, BRK Wasserwacht OG Bad Aibling, Wasserwacht Flintsbach, Wasserwacht Prien/Rimsting die zukünftigen Bootsführer in ihren Ortsgruppen in die Fahrpraxis einweisen und sie darin unterrichten. Dies sichert eine noch bessere Ausbildung der zukünftigen Bootsführer unserer Motorrettungsboote und optimale Vorbereitung auf die Fahrprüfung.

Die Kreiswasserwacht Rosenheim gratuliert den 13 neuen Praxisanleitern Bootsdienst und dankt dem Ausbilderteam für diesen tollen und spannenden Lehrgang.

 

 

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber

 

 

So, wir waren mal wieder fleißig und das nicht nur für unsere Ortsgruppe

Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber ist von allen aktiven Rettern der Wasserwacht jährlich zu wiederholen. Die Leistungsanforderungen, vor allem das Schwimmen mit Kleidung, sind für einen untrainierten Schwimmer nur schwer zu erfüllen. Viele Wasserwacht-Gruppen bieten eine Ausbildung und Prüfung zum DRSA Silber jedoch auch für die Öffentlichkeit an.

Viele Grüße an die Wasseracht Oberaudorf, sowie die Triathleten des TSV Brannenburg und alle die dabei waren – schee wars!